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ELFMETER „UMSTRITTEN“

CL-Aufreger: „Da kann man die Regel anpassen“

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Beim 4:5 der Bayern gegen PSG fällt eine umstrittene Elfer-Entscheidung und sorgt für mächtig Diskussionen. „Ich finde schon, da kann man die Regel anpassen, dass nicht jedes Handspiel im Sechzehner ein Elfmeter ist“, sagt Joshua Kimmich nach der Partie.


Neun Tore, unzählige Wendungen – das Halbfinal-Hinspiel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern hatte alles. Nach einem zwischenzeitlichen 2:5 kämpften sich die Münchner noch auf 4:5 heran. Doch eine Szene sorgte für besonders viel Gesprächsstoff.

Handspiel bringt PSG-Elfer
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekam Alphonso Davies nach einer Dembélé-Flanke den Ball aus kurzer Distanz an die Hand. Nach VAR-Check zeigte Schiedsrichter Sandro Schärer auf den Punkt. Dembélé verwandelte zum 3:2 (45.+5).

Hier die Elfer-Szene im Video:

Kimmich verärgert
Bayern-Star Joshua Kimmich konnte die Entscheidung nur bedingt nachvollziehen, wie er bei „Prime Video“ erklärte: „Der Handelfmeter ist eher Kategorie unglücklich. Das ist nicht im Sinne des Sports.“

Bild: AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Und weiter: „Das ist schon ärgerlich, weil dahinter jetzt nicht ein Gegner steht, der den einschieben kann. Ich finde schon, da kann man die Regel anpassen, dass nicht jedes Handspiel im Sechzehner ein Elfmeter ist.“

Besonders in solchen Spielen sei die Auswirkung enorm: „Da kriegst du einen Ball irgendwie vom Knie an die Hand und die Strafe dafür ist dann schon sehr, sehr entscheidend.“

Kompany: „Höchst umstritten“
Auch Bayern-Coach Vincent Kompany äußerte sich nach dem Spiel kritisch zur Szene. „Ich halte den zugesprochenen Elfmeter für höchst umstritten“, erklärte der Belgier.

Vor allem die Abfolge des Kontakts sei aus seiner Sicht entscheidend: „Soweit ich das gesehen habe, scheint der Ball zuerst den Körper und dann den Arm getroffen zu haben, und wenn das der Fall ist, hätte es keinen Elfmeter geben dürfen.“

Schiri-Experte: „Viel Pech für die Bayern“
Für Schiedsrichter-Experte Manuel Gräfe ist die Szene alles andere als eindeutig – und vor allem kein Fall für den Videoassistenten. Gegenüber „Bild“ erklärte er: „Ich nehme es vorweg, es wäre sinnvoll gewesen, hier nicht einzugreifen. Diese Entscheidung, dort weiterlaufen zu lassen, ist keine glasklare Fehlentscheidung.“

Bild: GEPA

Gräfe argumentiert, dass mehrere Faktoren gegen einen Strafstoß sprechen. „Man sieht, dass vor der Flanke schon der Arm ein wenig mit der Schrittbewegung rausgeht, was eher natürlich ist.“ Zudem sei der Ball zuvor noch von der Hüfte abgefälscht worden, wodurch Davies kaum reagieren konnte. Sein Fazit fällt eindeutig aus: „Viel Pech für Bayern. Denn das hätte man eigentlich weiterlaufen lassen sollen.“ Die Entscheidung sei „eine sehr harte Entscheidung“ gewesen und „nicht nur nicht im Sinne des Fußballs, sondern eher die schlechtere Variante.“


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